MOSH / MOAH

Viele Lebensmittel werden, auch zur Reduktion des Plastikmülls, ohne weitere Umverpackung in Papierkartons in den Handel gebracht. Wenn diese Verpackungen aus recyceltem Papier bestehen, weisen sie häufig einen hohen Gehalt an Mineralölrückständen aus den Druckerfarben auf.

Während der Lagerung der Lebensmittel in der Verpackung kann es zu einem Übergang der Mineralölrückstände in das Lebensmittel kommen.

 

Allerdings sind nicht nur in Papier verpackte Lebensmittel von einer Belastung durch Mineralölrückstände betroffen, da es neben den Rückständen aus Druckerfarben eine Vielzahl weiterer Kontaminationsquellen auf allen Lebensmittelproduktionsstufen gibt. So kann während des Anbaus, der Ernte, der Lagerung und der Produktion jeglicher Lebensmittel beispielsweise durch Abgase aus Motoren oder mineralölbelastete Transportboxen der Eintrag in das Lebensmittel stattfinden.

Da es sich bei Mineralölrückständen um ein komplexes Gemisch aus Kohlenwasserstoffen handelt, liegt der Analytik eine aufwendige Aufarbeitung zugrunde, in der die MOSH-Fraktion (mineral oil saturated hydrocarbons) von der MOAH-Fraktion (mineral oil aromatic hydrocarbons) abgetrennt wird.

 

Um diese Abtrennung möglichst schnell und flexibel zu gestalten, wird von der TeLA GmbH eine mit Silber angereicherte SPE-Kartusche verwendet und die daraus enthaltenen Extrakte in zwei voneinander getrennten Messungen am GC-MS analysiert. Durch die Verwendung eines massenspektrometrischen Detektors anstelle eines FID werden die enthaltenen Ergebnisse mit Hilfe einer Spektrenbibliothek überprüft und so falsch positive Ergebnisse vermieden.

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